Gerd Bauer Modellbau

NSU Lastwagen

Die alte NSU hat auch Lastwagen gebaut !

Es ist wenig bekannt, dass die NSU-Werke nicht nur Fahr- und Motorräder sondern auch PKW und LKW Automobile gebaut haben. Während des 1. Weltkriegs war die NSU der zweitgrößte LKW-Hersteller in Deutschland. Sanitäts und Küchenfahrzeuge wurden bevorzugt auf dem 2,5 Tonnen 8/24 Fahrgestell aufgebaut.

Nach dem erfolgreichen Bau von verschiedenen PKW-Fahrzeugen hat NSU auf deren Basis auch Lieferungs- und Geschäftswagen gefertigt.

Vom Motorrad abgeleitet entsand früh das Sulmobil.

Sulmobil

Unter der Woche konnte Herr Mandelbaum z.B. mit dem aufgebauten Warenkasten Schuhe an seine Kunden ausliefern. Am Wochenende wurde eine bequeme Sitzbank aufgebaut. Frau und Fräulein Mandelbaum haben ihren Sonntagsstaat angelegt und ab gings ins Isartal zum Sonntagskaffee.

Sulmobil

Für die damals sehr erfolgreichen Motorradrennfahrer um Tom Bullus wurde ein spezieller Transport- und Werkstattwagen angefertigt, der intern als Rennomnibus bezeichnet wurde. Er wurde mit seiner markanten Beschriftung NSU greif zu ein Hingucker auf allen Rennstrecken in Europa.

Er diente mir als Vorlage für mein NSU Lastwagen Projekt, an dem ich derzeit arbeite.

Sulmobil

Da es kein Original mehr gibt, ist die Beschaffung von Ansichten und Daten nur aus Bildern möglich. Anfangs war nur Vollgummibereifung drauf. Später wurde auf Luftbereifung umgerüstet. Beleuchtung und Beschriftung wurden geändert. Für die Gussteile musste ich zuerst Urmodelle anfertigen. Sie werden gleich auf Aufstampfböden aufgebaut mit jeweils 2° Aushebeschräge.

In die beiden Längsträger sind vorne die gegossenen Federlager eingenietet. Danach werden Motor- und Getriebequerträger eingeschraubt. Der Motor ist ein lauffähiger Vierzylinder 4-Taktmotor. Die Zahnräder für Anlasser, Schaltgetriebe und Differential bestellte ich bei Mädeler. Sie mussten für den jeweiligen Verwendungszweck abgedreht und gebohrt werden. In die Gussteile werden nun jeweils die Kugellager und Zahnräder eingebaut. Zusammen mit der Kardanwelle und zwei Kreuzgelenken ensteht daraus der Antriebsstrang. Aus Federstahlblech wurden die Federn gebogen und mit Laschen zusammengeschraubt. Eine Besonderheit waren die hinten angebrachten Rückrollsperren, die ein Wegrollen an steilen Strassenabschnitten verhinderten.

Teile

So entstehen nach und nach die vielen Einzelteile, die für den Zusammenbau des Lastwagens benötigt werden.
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